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Zwei Junge übernehmen ein IT-Unternehmen

Es war einmal ein IT-Unternehmen. Ein Betrieb, der einfach lief. Die Kunden kannten die Abläufe, die Ansprechpartner, die Art, wie Dinge gelöst wurden. Es funktionierte. Dann ging der bisherige Geschäftsführer in Pension und zwei Junge übernehmen.

Lesezeit: 4 Minuten Kategorie: Inside

Ein fliessender Übergang?

Josip, 26, Applikationsentwickler mit einem Faible für Cyber Security. Naveein, 27, Systemtechniker, seit über 11 Jahren im Unternehmen, ebenfalls tief in der Security-Welt verwurzelt. Beide technisch sattelfest. Motiviert. Bereit. Zumindest fühlte es sich so an.

Am ersten Tag nach der Übernahme passierte etwas Überraschendes: Nichts. Die Systeme liefen. Die Kunden meldeten sich. Die Anfragen kamen rein wie immer. Kein grosses Ereignis, kein klarer Schnitt. Einfach Alltag. Und genau das war die Herausforderung.

Für die Kunden blieb alles gleich. Für Josip und Naveein änderte sich alles. Plötzlich ging es darum, Entscheidungen zu fällen, Verantwortung zu tragen und den Überblick zu behalten. Der Betrieb aber lief weiter.

Josip und Naveein
Schnell wird klar: Die grösste Herausforderung ist nicht die Technik. Es ist das Denken.

Josip und Naveein brachten neue Ansätze mit. Für sie gehört Security dazu. Immer. Als Grundlage. Viele Kunden sahen das anders. Die IT funktionierte ja. Also passte es.

Josip und Naveein begannen zu erklären. Immer wieder. Warum Themen wichtig sind, die man nicht sofort sieht. Warum „läuft doch“ kein stabiler Zustand ist. Und warum Probleme oft erst dann sichtbar werden, wenn es zu spät ist. Das brauchte Geduld. Und Ausdauer. Denn Überzeugung entsteht selten im ersten Gespräch.

Der Alltag als Unternehmer

Gleichzeitig lief der Alltag weiter. Tickets, Telefonate, Projekte. Dazwischen wurde diskutiert, hinterfragt und neu gedacht. Dinge, die jahrelang so gemacht wurden, standen zur Debatte. Und dann war da noch die Administration. Buchhaltung, Personalfragen. Themen, die bisher im Hintergrund liefen, waren jetzt ganz vorne.

Der Ehrgeiz, sich damit auseinanderzusetzen, war da; die Begeisterung entwickelte sich mit der Zeit. Und ganz ehrlich: Es lief nicht immer rund. Unternehmertum ist kein Ponyhof. Eher ein Parcours mit ein paar Hürden mehr als geplant. Es gab Momente, in denen die Frage im Raum stand, ob an alles gedacht wurde. Die ehrliche Antwort? Wohl kaum.

Zwei Jahre später

Heute, zwei Jahre später, hat sich vieles eingespielt. Strukturen sind klarer. Abläufe flüssiger. Entscheidungen fallen schneller. Themen, die am Anfang viel Erklärung brauchten, sind heute Alltag.

Haben es die beiden im Griff? Ja. Und gleichzeitig lernen sie jeden Tag dazu. Ein Unternehmen zu führen ist kein Ziel, das man erreicht und abhakt. Es ist ein Weg, der weitergeht. Mit jeder Entscheidung, jedem Kunden, jeder neuen Herausforderung. Das Ende dieser Geschichte liegt noch in weiter Ferne. Eines ist sicher: Langweilig wird es nicht.

H.I.
Josip & Naveein Geschäftsleitung
Herr Informatik